Arbeitspause von der Pflege

Die Pflege von Menschen ist ein anstrengender Beruf, der unseren Mitarbeiter*innen viele Kompetenzen abverlangt. Der freiwillige Verzicht auf Pausen und Erholung wirkt sich bei häufigem Auftreten negativ aus. Die Geschäftsführung des Diakonie-Pflege Verbundes Berlin appelliert an alle Mitarbeitenden, Pausen als festen Bestandteil in den Arbeitsalltag zu integrierten und leistet dafür den organisatorischen Beitrag.

18.12.2017

"In der täglichen Arbeit mit pflegebdürftigen Menschen und ihren Angehörigen sind die Herausforderungen so groß, dass wir fast gar nicht mehr dazu kommen, an uns selbst zu denken. Erst nach dem Dienst nehmen wir wahr, dass wir völlig erschöpft sind." sagt eine Pflegekraft einer Diakonie-Station.

Dabei stehen ihr während des Dienstes Pausen zu, die aber oft gar nicht richtig genutzt werden. Wir möchten Sie ermutigen das zu ändern.

Worum geht es bei der Pause?

Es geht einerseits um die körperliche Regeneration und um Basics wie Essen und Trinken. Weitere mentale und psychische Aspekte – etwa „den Kopf freibekommen“ oder „nötigen Abstand gewinnen“ – spielen eine sehr wesentliche Rolle.

Grenzen Sie sich ab!

Manchmal entsteht das Gefühl - ob es "zu Pflegende", "Kollegen" oder "Vorgesetzte" , die „mal eben“ die Hilfe benötigen –, oft kommt etwas dazwischen, wenn man Pausen zum Ausruhen nutzen möchten. Bedenken Sie, dass für eine Störung in der Pause immer 2 Seiten verantwortlich sind: nämlich die Seite, die stört, und diejenige, die sich stören lässt. Stellen Sie daher in Ihrem Kollegenkreis klar, dass Ihnen Ihre Pause wichtig ist. Machen Sie allen deutlich, dass Ihnen Ihre Pause zusteht und dass Sie nur dann Leistung bringen können, wenn Sie sich zwischendurch regenerieren können.

Was passiert ohne Pausen?

Fehlende Pausen führen nicht nur zum psychischem Stress für die Pflegekraft, ihr Fehlen wirkt sich zudem als negativer Faktor in Bezug auf die Leistungsfähigkeit im Job. Denn die Arbeitspause markiert nicht nur freie Zeit, sie stellt sicher, dass man seine Ressourcen wieder aufladen kann, um dann die anstehende Arbeit erholt, konzentriert und effizient angehen zu können.

Mögliche Folgen von zu wenig Arbeitsunterbrechungen mit Erholungscharakter:

1. Leistungsabfall
2. Gereiztheit
3. Frust und Hoffnungslosigkeit
4. Übermüdung und Verspannung
5. Überforderung (Burnout-Gefahr)
6. Risiko, zu erkranken
7. Ausfall auf der Arbeit

Das will niemand! Deshalb vertreten die Geschäftsführung und Personalleitung den Standpunkt:

Wer die Pause am Arbeitsplatz als unverzichtbaren Teil eines professionellen Arbeitstages versteht und umsetzt, leistet seinen Beitrag zur Erhalt der eigenen Gesundheit und zum fokussierten Arbeiten. Bitte denken Sie daran uns nutzen Sie die Pausen für sich.

In einem weiteren Beitrag stellen wir Ihnen vor, wo Sie auch im Winter Ihrer Pause nachkommen können, wenn es Ihnen auf Tour nicht möglich ist Ihre Station anzufahren. Gespräche z.B. mit den Berliner Kirchengemeinden erfolgen derzeit.

Ihre Geschäftsführung
Jutta Berger-Knapp & Karl-Martin Seeberg