Rückblick zum Tag der Pflege: Klare Worte – und offene Ohren vor dem Gesundheitsministerium
Gemeinsam mit dem DEVAP und dem Evangelischen Verband für Altenarbeit und pflegerische Dienste Berlin‑Brandenburg‑schlesische Oberlausitz (EVAP) haben wir am Internationalen Tag der Pflege zur Kundgebung vor dem Bundesgesundheitsministerium aufgerufen – und viele Mitarbeitende, pflegende Angehörige, Pflegekundinnen und Ehrenamtliche sind diesem Aufruf gefolgt. Vor dem Bundesgesundheitsministerium machten wir deutlich, was wir seit Jahren einfordern: „Pflegereform: Nicht reden. Handeln!“
Besonders wichtig: Mehrere Politikerinnen und Politiker nahmen sich Zeit, unsere Anliegen anzuhören. Wir haben klar formuliert, was die Pflege jetzt braucht – und was sie nicht mehr akzeptieren kann.
Unsere Botschaft: Keine weiteren Belastungen – sondern Mut, Vertrauen und Weitblick
Wir haben unmissverständlich klargemacht:
- Kein Rasenmäherprinzip bei Einsparungen – Pflege darf nicht weiter kaputtgespart werden.
- Keine zusätzliche Arbeitsverdichtung – denn Qualität entsteht nicht durch Druck, sondern durch gute Rahmenbedingungen.
- Mut und Vertrauen in die Profession Pflege – statt immer neuer Regulierungen.
- Politischer Weitblick, der die Realität der Langzeitpflege ernst nimmt.
Was jetzt zählt: Anerkennung, Qualität und echte Reformschritte
Unsere zentralen Forderungen wurden vor Ort deutlich benannt:
- Anerkennung und vollständige Refinanzierung tariflicher Bezahlung – Wertschätzung braucht Verbindlichkeit.
- Aufgaben nach Kompetenzen vergeben – Pflegefachpersonen müssen ihre Expertise einbringen können.
- Pflegequalität steigern statt verwalten – durch weniger Bürokratie und mehr Zeit am Menschen.
- Neue Modelle der Langzeitpflege entwickeln, die Menschen nicht arm machen und Angehörige entlasten.
- Expertise aus der Praxis einbinden – denn Reformen gelingen nur mit denen, die Pflege täglich gestalten.
Ein starkes Signal – jetzt braucht es Entscheidungen
Die Kundgebung hat gezeigt: Pflege ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. Jetzt braucht es politische Entscheidungen, die diesen Einsatz spiegeln. Wir danken allen, die dabei waren – sichtbar, laut und entschlossen.
Pflegereform: Nicht reden. Handeln. Jetzt.
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JennyPieper-KempfUnternehmenskommunikation & Datenschutzkoordinatorin